Eure Meinung zählt!


18. März 2011

Neues Weiterbildungskonzept

Der Erziehungsrat liess sich über den aktuellen Stand bei der Erarbeitung eines neuen Weiterbildungskonzepts für die Schulen (Lehrpersonen, Schulleitungen, Behörden) informieren. Er hat sich insbesondere mit fünf Kernpunkten befasst, welche für das künftige Konzept von zentraler Bedeutung sind. Ein Teil der Weiterbildung soll verbindlich erklärt werden, ein Wahlangebot soll aber weiterhin zur Verfügung stehen.  (aus dem Schulblatt Nr. 3/2011, S. 161)

Die Kernpunkte findet ihr unter www.schule.sg.ch.

Wir vom Vorstand der KMK freuen uns auf eure Rückmeldungen!

15 Kommentare

  1. Ich finde die Anpassung an die jeweilige Lebenssituation bezüglich der obligatorischen Weiterbildung sinnvoll.

    Ich hoffe einfach, dass da nicht nur eine Altersbeschränkung massgebend ist, in welcher Lebensphase sich eine Lehrperson (LP) befindet, sondern individuell mit der LP geschaut wird, was sinnvoll ist. Diese Verantwortung, mit jeder einzelnen LP die Situation zu analsysieren, sollte meiner Meinung nach der Schulleitung übergeben werden.

    Kommentar von sage — 27. März 2011 @ 09:45

  2. Die fünf Kernpunkte tönen richtig und gut.
    Drei Einwände:
    –>Vor lauter obligatorischen Modulen SCHILF-Veranstaltungen wird die Lust auf Wahlangebote leider stark reduziert.
    –>Meine Selbstverantwortung wird weiter eingeschränkt. Es ist diese Selbstverantwortung, die mir die Freude am Beruf trotz schwacher Entlöhnung aufrecht erhält und mich nicht neidisch macht auf Lehrpersonen anderer Kantone.
    –>Solche Konzepte müssen von allem Anfang an durch praktizierende Lehrpersonen angegangen werden. Die nach oben beförderten Kollegen im Bildungsdepartement, die nur noch am Bürotisch hocken, können nur praxisferne Konzepte entwerfen. Appell an alle Weiterbildungskommissionen der Stufen:Lasst euch die Sache nicht aus den Händen nehmen.

    Kommentar von Werner — 27. März 2011 @ 09:52

  3. Unterschreibe die Punkte von Werner 100%ig!
    -> Noch mehr Papier und Blablabla.
    -> Noch weniger Zeit für Schüler und Unterricht, wird scheinbar oben in St. Gallen immer noch nicht gemerkt. Da hat es viel zu viele Büros im Granittempel an der Davidstrasse und im Stella Maris.

    Kommentar von Fredi — 27. März 2011 @ 14:01

  4. Es ist notwendig, Vorleistungen einer Lehrperson zu berücksichtigen. In Absprache mit den Weiterbildungsverantwortlichen sollte die Möglichkeit gegeben sein, auch obligatorische Module individuell anzupassen.

    Kommentar von Koch — 27. März 2011 @ 14:05

  5. Grundsätzlich tönt das Konzept gut. Betrachtet man es genauer, dann drängen sich doch einige Fragen auf, z.B:
    1. Wie würde die zukünftige Weiterbildung vom zeitlichen Umfang her aussehen?
    2. Wie umfangreich wird jener Anteil noch sein, den ich selber auswählen kann?
    3. Welche Weiterbildung passiert während der Schulzeit, welche während der Freizeit?
    Dies sind alles Fragen, deren Antworten letztlich einen entscheidenden Einfluss auf die Berufsattraktivität haben. Und bekanntlich darf die Berufsattraktivität nicht weiter leiden, wenn der Kanton St.Gallen auch zukünftig genügend gutes Lehrpersonal rekrutieren will.

    Kommentar von Giovannimonte — 27. März 2011 @ 16:19

  6. Ich danke Werner NICHT für den Kommentar! Ich habe selber Einsitz in dieser Arbeitsgruppe. Es sind amtierende Lehrpersonen und Schulleitungen, welche darin Einsitz haben. Dazu kommen (in der klaren Minderheit von 4:1) Vertreter des SGV und des BLD.
    Die Arbeit wird pragmatisch angepackt und nicht etwa aus dem Granittempel (ist ja gar nicht aus Granit hahahaha) heraus entworfen. Ich rate Werner sich in der Kommissionsarbeit zu engagieren, statt rumzumeckern. Bei solchen Äusserungen fühle ich mich ganz schön verar…. Für solche Kollegen möchte ich mich nicht engagieren!

    Kommentar von Peter — 27. März 2011 @ 20:18

  7. zu Pt.1: i.O
    zu Pt.2: nur, wenn obligat. Kurse während der Schulzeit
    stattfinden
    zu Pt.3: i.O.
    zu.Pt.4: i.O.
    zu Pt.5: Was heisst das auf Deutsch? Warum nicht einfach so:
    Die SL führt mit den MA Gespräche über deren
    Weiterbildung

    Kommentar von Josef — 28. März 2011 @ 12:29

  8. Ich finde die Grundsätze zum Weiterbildungskonzept in Ordnung. Natürlich steht und fällt die Sache dann mit der konkreten Umsetzung/Interpretation(z.B.”Controlling”).
    Was mir gefällt ist, dass es eher nach Struktur tönt als bisher. Viele machen nämlich heute auf Kosten des Steuerzahlers vor allem “Plauschkurse” ohne konkreten Nutzen für die Unterrichtsqualität. Positiv finde ich auch vermehrt obligatorische Kurse, damit alle im Kanton auf dem gleichen Stand sind.

    Kommentar von Anna — 28. März 2011 @ 17:51

  9. Für mich hat das neue Weiterbildungskonzept gute Ansätze, aber auch Unklarheiten und Eingrenzungen.
    Die Bildungsqualität mit Kursangeboten zu sichern ist sinnvoll und legitim. Allerdings darf es nicht darauf hinauslaufen, dass allein Fortbildungskonzepte und Schulleiterwünsche unsere Berufsentwicklung steuern. Das Konzept gibt der individuellen Fortbildung keinen klar definierten Stellenwert.
    Das erwähnte Controllingsystem tönt nach Papierkrieg. Würde es eingeführt, müsste sicher die SLQ abgeschafft werden.

    Kommentar von Patrick — 30. März 2011 @ 11:07

  10. Ich stimme den Grundsätzen 1 und 4 zu.
    Wenn die Grundsätze 2 und 3 klarere Aussagen bezüglich des zeitlichen Rahmens machen, kann ich ihnen unter Umständen auch zustimmen. Sonst lehne ich sie ab.
    Grundsatz 5 ist in einer Sprache gehalten, die zu viele Interpretationen zulässt, deshalb gehört er nicht in dieses Konzept.

    Kommentar von Waldemar — 30. März 2011 @ 14:34

  11. @wlademar – ich bin auch deiner meinung
    zusätzlich kommt noch bei 2, was genau evtl. nachgeholt werden müsste, damit das konzept standhält.
    bei 3 stellt sich mir noch die frage, wie viele male so ein obligatorischer kurs angeboten wird…
    bei 5 steht das wort “misst”. bedeutet das, man muss eine test ablegen?

    Kommentar von nebu — 31. März 2011 @ 14:51

  12. Der erste Punkt ist für mich sehr wichtig und dringend. Ich habe mich schon gefragt, wie eine Weiterbildung erfolgreich sein kann, wenn sich LP mit unterschiedlichsten Berufserfahrungen in der gleichen Gruppe befinden. Für einige wird es nie stimmen. Wenn in der Schule das Wort “Individuelle Förderung” in aller Munde ist, dürfte sich auch die Weiterbildung ein Scheibe davon abschneiden.
    Punkt 2 erinnert mich an meine Anfänge, das hatten wir doch schon, oder? Sobald die Kurse nicht mehr obligatorisch waren, schienen sie viel an Attraktivität gewonnen zu haben. Durch eine Überprüfung der Testate hätte die SL die Möglichkeit, besonders gewissenhafte Kurs- und Modulbesucher lobend zu erwähnen. Wär doch mal ein anderer Ansatz?
    Punkt 4 müsste auch die Eignungsprüfung als SL beinhalten, der Wille allein ist manchmal zu wenig.
    Punkt 5 sieht stark nach ganz viel Bürokratie aus, Geld, das vielleicht besser zum direkten Nutzen der Schüler eingesetzt werden könnte. Der Begriff als solcher wirkt schon sehr strategisch und weckt nicht eben das gegenseitige
    Verständnis.

    Kommentar von brigitte — 31. März 2011 @ 19:28

  13. Hallo Peter – Toll, dass du dich als amtierende Lehrperson engagierst. Dies ist eigentlich meine Meinung, dass solche Personen mitmachen und die Meinung der Praxis einbringen. Verarscht musst du dich deswegen nicht fühlen, sondern eher bestätigt. Als langjähriger Mitarbeiter in Kommissionen hoffe ich, dass du dich trotzdem weiter (auch für mich) engagierst.

    Kommentar von Werner — 3. April 2011 @ 09:32

  14. Vorerst ein Kompliment an den Vorstand zur Idee mit dem Blog. Nr. 1 finde ich sinnvoll. Nr. 2 wird in verschiedenen anderen Berufen auch praktiziert und ist, wenn angemessen, ok. Nr.3 ok. Nr. 4 hat mit Stärkung der Schulleitungen zu tun, sofern sich diese getraut auch “faule Eier” wirklich zu konfrontieren Nr. 5 dürfte einfacher formuliert werden, bezüglich der Fremdbeurteilung durch die Vorgesetzten habe ich eine gewisse Skepsis, wie viel die Schulleitungen wirklich mitbekommen, wie gut jemand arbeitet, stelle ich deshalb etwas in Frage, Elternfeedbacks oder Schülerfeedbacks sollten auch eingeholt werden!

    Kommentar von Andreas — 4. April 2011 @ 14:14

  15. Besten Dank für eure Rückmeldungen. Wir haben eure Punkte in unsere Stellungnahme einfliessen lassen. Für uns ist es wichtig zu wissen, was die anderen Mittelstufenkolleginnen und -kollegen darüber denken.

    Kommentar von admin — 14. Mai 2011 @ 16:56

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